Iran: Festnahmen von Konvertiten im Norden des Iran

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Name: Behnam Ersali und 

Davood Rasooli

Land: Iran

Verhaftet: November 2018

Grund: unbekannt

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Iran: Festnahmen von Konvertiten im Norden des Iran

Als „Gefangene des Monats Januar“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea die iranischen Christen Behnam Ersali und Davood Rasooli benannt (Bild: Mohabat News). Sechs Sicherheitskräfte in Zivil, die sich nicht auswiesen, nahmen Ersali am 16. November in einem Haus in Maschhad fest. Eine weitere Person, die ebenfalls von dort abgeholt wurde, entließen sie nach wenigen Stunden. Vor einigen Jahren bereits verlor Ersali, der vom Islam zum Christentum übergetreten war, deswegen seinen Arbeitsplatz. Er war zu Besuch in Maschhad, wohnt aber in Karadsch.

In der nordiranischen Stadt verschwand am selben Tag bereits am Morgen Davood Rasooli, der ebenfalls zum Christentum übergetreten und kurz zuvor von einer Fahrt nach Maschhad zurückgekehrt war. Zwei Sicherheitskräfte, ebenfalls in Zivilkleidung, nahmen ihn zunächst vor seinem Haus fest, kehrten zwei Stunden später mit ihm zurück, um die Wohnung zu durchsuchen. Dabei beschlagnahmten sie Bücher und weitere persönliche Gegenstände. Einem Bericht von Mohabat News zufolge wurden wohl beide Männer zuvor vom Geheimdienst abgehört. Ihr Aufenthaltsort ist derzeit ebenso unbekannt wie die gegen sie erhobenen Vorwürfe. Beide durften bislang nicht mit ihren Familien oder Anwälten Kontakt aufnehmen.

Hintergrund

Triebkräfte der Verfolgung im Iran sind „Islamische Unterdrückung“ (Haupttriebkraft), in etwas geringerem Ausmaß „Diktatorische Paranoia“ und „Organisiertes Verbrechen und Korruption“. Die Diktatorische Paranoia ist mit Islamischer Unterdrückung vermischt.

Besonders betroffen sind ehemalige Muslime, die sich zu Jesus Christus bekehrt haben. Christen aus protestantischen Freikirchen, die den Muslimen das Evangelium bringen, sind die am zweitmeisten verfolgte Gruppe. Gemeinschaften von ausländischen Christen oder Arbeitsmigranten aus Asien und dem Westen erlebten die angeordnete Schließung ihrer Kirchen. Armenische und assyrische Christen, die der traditionellen Kirche angehören, stehen zwar unter gesetzlichem Schutz, werden aber als Bürger zweiter Klasse behandelt.

Verfolgung durch Islamische Unterdrückung ist vor allem im „Privat- und Familienleben“ gegenwärtig. Davon sind vor allem ehemalige Muslime und Christen aus pro-testantischen Freikirchen betroffen, die sich um ehemalige Muslime kümmern.

Quelle: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte IGFM und OpenDoors


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